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Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei chronischer Nierenerkrankung



Berufliche Rehabilitation

Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig darüber Gedanken machen, ob und in welcher Weise Sie trotz der Erkrankung Ihren Arbeitsplatz erhalten möchten und können. Dabei ist entscheidend, dass nicht zu einer Zeit, wo Sie sich schwer krank fühlen, durch einen vorschnell gestellten Rentenantrag eine berufliche Rehabilitation praktisch unmöglich gemacht wird.

Beraten Sie sich zu diesen Fragen auch mit Ihrem Sozialdienst und Ihrem behandelnden Arzt.

Die Möglichkeit der längerfristigen Krankschreibung ist auf jeden Fall gegeben und sollte geprüft werden.

Grundsätzlich besteht durchaus die Möglichkeit, nach einer Gewöhnungszeit an die Dialyse sowie ins-besondere nach erfolgreicher Nierentransplantation wieder berufstätig zu werden.
In größeren Betrieben bzw. im öffentlichen Dienst sollte ein Arbeitsplatz gesucht werden, der den krankheitsbedingten Einschränkungen angemessen ist. Dabei sind Beratung und ggf. Leistungen des Integrationsamtes möglich; fragen Sie bitte bei Ihrem Sozialdienst nach weiteren Informationen.

Internet: www.integrationsaemter.de

Auch eine stufenweise Wiedereingliederung am Arbeitsplatz kann im Einzelfall mit der Krankenkasse und dem Arbeitgeber abgestimmt werden.
Ist trotzdem die Weiterbeschäftigung, auch auf einem anderen Arbeitsplatz, nicht möglich, sollte eine Umschulungsmaßnahme oder Weiterbildung geprüft werden.

Das Hinauszögern der Klärung der Arbeitsplatzsituation wegen der Vorrangigkeit anderer krankheits-bedingter Probleme kann sich später für Sie nachteilig auswirken.



Leistungen zur „Teilhabe am Arbeitsleben“ sind Maßnahmen zur beruflichen Anpassung, Weiterbildung, Umschulung aber auch zur Berufsvorbereitung und zur Berufsausbildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können sowohl Leistungen für die betreffende Maßnahme als auch Leistungen zum Lebensunterhalt (Arbeitslosengeld I und II, Übergangsgeld) umfassen.
Um chronisch nierenkranken, schwerbehinderten Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermög-lichen, sind auch Leistungen an Arbeitgeber möglich. Träger dieser Maßnahmen sind in der Regel die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherungsträger.

Um schnell abzuklären, welcher Leistungsträger zuständig ist, kann der Antrag auch bei einer „Servicestelle für Rehabilitation“ gestellt werden, die u.a. bei verschiedenen Krankenkassen, der Arbeits-agentur oder der Landesversicherungsanstalt angesiedelt sind. Diese Servicestellen sind verpflichtet innerhalb kurzer Zeit zu klären, welcher Rehabilitationsträger für die Leistung zuständig ist.

Internet: www.reha-servicestellen.de

Bei den Trägern der Rehabilitationsmaßnahmen gibt es speziell qualifizierte Berater , die über erweiterte Möglichkeiten der Unterstützung für Schwerbehinderte zur Rückkehr ins Berufsleben beraten und diese vermitteln können.

Es empfiehlt sich, bei dortt gezielt nach einem Beratungstermin bei einem Reha-Team zu fragen. In all diesen Fragen wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst Ihres Nierenzentrums oder Krankenhauses.



Medizinische Rehabilitation

Für Patienten, die noch keine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, besteht grundsätzlich bei Vorliegen der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen die Möglichkeit eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme beim zuständigen Rentenversicherungsträger zu beantragen.
Auch berentete Patienten können bei ihrer Krankenkasse von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Bei allen medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen ist eine Zuzahlung zu leisten, von der unter bestimmten Voraussetzungen befreit wird (Informationen dazu erhalten Sie bei dem zuständigen Leistungsträger).

Diese medizinische Rehabilitation dauert in der Regel 3 Wochen. Neben vielfältigen physio-therapeutischen Anwendungen und Trainingsmaßnahmen zum Wiedererlangen oder zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit besteht die Möglichkeit zur psychologischen und bei Bedarf zur beruflichen Beratung. Kurse zum Erlernen von Entspannungstechniken und Diätberatungen runden das Angebot ab.

Sinn einer solchen Rehabilitation ist, Techniken zu erlernen und zu üben, mit denen die Begleit-erscheinungen einer chronischen Erkrankung und damit die individuelle Lebensqualität im Alltag gebessert werden können

Bei bestimmten stationär behandelten Erkrankungen sowie nach einer Nierentransplantation besteht auch die Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung (AHB) unmittelbar nach dem Krankenhaus-aufenthalt. Diese Anschlussheilbehandlung muss bereits im Krankenhaus beantragt werden.

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